das zeichen
Home ] [ das zeichen ] ein spiel ] spiel zu dritt ] nacht ] gier ] galerie ] lyrisches ] links ] séparée ] sommernachtsphantasie ]

 


 

....oder wie alles begann

wir hatten geredet...

stundenlang, nächtelang, über alles, jede noch so unwichtig scheinende, und doch so bedeutende kleinigkeit.

über alles was schon immer da war und vor dem ich jetzt staunend stand wie ein kleines kind vor dem weihnachtsbaum.

ich nahm alles in mir auf, jede nuance Deiner stimme, jedes lachen, jedes flüstern, jedes knurren. ich badete darin, hüllte mich darin ein wie in eine schützende decke.

und doch...Du schaftest es immer wieder mich zum nachdenken zu bringen. nachdenken über etwas , was doch so klar und einfach war, sich so deutlich in meinem leben abzeichnete wie ein bluttropfen auf milchweißer haut.

natürlich hattest Du recht, es war wichtig darüber nachzudenken, gerade weil es so klar zu sein schien. Du wusstest was mich erwarten würde, kanntest die gefahren, konntest die tragweite der entscheidung überblicken.

 

dann war er da, ganz plötzlich!

der wunsch, drang, nein zwang.... Dich zu bitten...nein, Dir von meinem wunsch zu berichten.

aber wie?

wie sollte ich es über meine lippen bringen?

ganz zögernd, fragend stammelnd.

Du sagtest eine weile nichts, dann redetest Du über die verschiedenen optionen... mir stockte der atem als mir klar wurde... ja, Du würdest mir Dein zeichen einbrennen!

 

der weg zu dem kleinen ort war endlos, der ort selbst hübsch, soweit ich es mitbekam.

in mir brodelte es, endlich würde ich es spüren können, meine bestimmung finden.

an diesem wochenende würde ich das erste mal den stock spüren dürfen. Du hattest mir versprochen, dass ich von diesem wochenende spuren mitnehmen würde.

ich frage mich wie es wohl währe, sich anfühlen würde und ob ich es aushalten könnte.

aber als ich Dich sah waren alle zweifel, fragen, unsicherheiten vergessen. ich war nur glücklich, gierig und ganz sicher es zu wollen...

DEIN sein zu wollen.

 

Du warst ruhig, aufmerksam, liebevoll, fast zärtlich. ich fühlte mich bei Dir so gut, Deine ruhe strahlte auf mich aus.

als Du mich niederknien ließt und die ersten schläge kamen war ich im 7. himmel.

die nacht und der darauf folgende tag waren unglaublich, Du namst mich an die hand und führtest mich durch eine parallelwelt, durch die ich wanderte wie alice im wunderland. Dein zeichen war wärend der ganzen zeit kein thema zwischen uns. ich wusste einfach, wenn Du der meinung wärst ich würde Deinen anforderungen genügen, würdest Du es mir geben.

am 2. abend ließt Du mich vor Dir stehen, drehtest mich ein wenig und betrachtetest mich sehr genau. dann nicktest Du...ja....genau hier würde es hinkommen.

Deine unglaubliche ruhe strahlte auf mich aus, ich zögerte keine sekunde, fühlte keinerlei angst oder zweifel. alle meine sinne waren auf Dich gerichtet jetzt würde ich gleich für immer Dein sein!

 

nun bandest Du mich zum allerersten mal.

fest zogst Du das seil hinter meinem rücken, es fühlte sich so gut an, geborgen. Du legtest mich auf eine weiche decke auf dem boden, sorgsam darauf achtend, dass ich gut und bequem lag. so konnte ich mich ganz fallen lassen in das gefühl was mich nun erwartete wenn Du mich in Deinen besitz nehmen würdest.

ich hörte wie Du hinter mir hantiertest, sicher waren die beiden brenneisen dabei, Du hattest sie mir vorher gezeigt, sie waren wunderschön!

einem plötzlichem impuls folgend bat ich Dich um Dein t-shirt als knebel und mit einem leisen lachen schobst Du es mir, zärtlich, in den mund. so lag ich entspannt lauschend und wartete.

da war es, das laute, fauchende zischen des brenners und ich wusste, jetzt würde es so weit sein.

 

das zischen hörte auf, Du gingst um mich herum, ich fühlte Deine hand auf meiner haut und hörte das kurze "zisch" wie von einem wassertropfen auf einer heißen herdplatte, gefolgt von einem kurzen, brennenden schmerz.

ich schrie kurz auf, eher vor schreck. dann blieb mir die luft weg vor erstaunen. erstaunen darüber, dass ich nicht fast wahnsinnig vor schmerzen wurde, sich mit heißem tee zu verbrühen ist viel schlimmer.

 

da war es wieder, das fauchen des brenners, Du brachtest das zweite eisen zum glühen, ich schnappte nach luft, fühlte wie mein körper ein wenig bebte, obwohl ich innerlich total ruhig war.

der brenner ging aus, ich hörte Dich, fühlte Deine hand auf mir und...autsch!

diesmal tat es weh, aber nur etwas. sofort bandest Du mich los!

ich blieb liegen, unfähig mich zu bewegen in mir war alles in aufruhr. ich war aufgekratzt, alles wollte gleichzeitig aus mir raus, aber das klappte nicht, was ich auch wieder total witzig fand. 

Du warst ganz bei mir, strichst vorsichtig brandsalbe auf Dein zeichen, beobachtetest mich. ich will Dir sagen, dass Du nicht so vorsichtig sein musst, weil die haut ganz taub ist, aber ich wusste zu diesem zeitpunkz nicht wie reden geht.

Du halfst mir auf, zogst mich in Deinen arm, wir hielten uns fest, ganz fest, jaaaaaaaa hier will ich nie wieder weg!

aber Du schobst mich nach einer weile ein stück von Dir weg und sahst mich an. in Deinen augen war eine kampf , es sah aus wie ein gewittersturm und jagte wohlige schauer durch meinen körper.

 

auf dem tisch stand wein, Du schobst mich da hin, gabst mir ein großes glas und sagtest ich solle es austrinken, was ich auch in einem zug tat, Deine stimme klang heiser.

 

fröhlich hüpfte ich in´s bad um es endlich ein erstes mal zu sehen, DEIN ZEICHEN! ich war so euphorisch, fröhlich, glücklich, stolz, alles auf einmal, platzte fast. Du beobachtetest mich die ganze zeit und noch immer tobte es in Deinen augen, ich konnte nicht genug bekommen von diesem anblick.

auch diese nacht war unbeschreiblich schön, immer wenn ich auf der seite lag wurde ich wach und durchlebte den moment noch einmal..."zisch"

 

der morgen danach, immer wieder guckten wir es an, das zeichen, beobachteten wie es sich verändert wenn ich mich bewege.

Du sahst zufrieden aus, das machte mich glücklich! von nun an kann jeder sehen dass ich Dir gehöre, und Du würdest immer noch mehr bei mir sein!

 

es wurde mittag und ich mußte zum zug, Du brachtest mich zum bahnhof. ich wußte Du haßt es, aber dieses eine mal bringst Du mich auf den bahnsteig, hältst mich im arm, ich kämpfe mit den tränen.

als Du gehst sehe ich Dir nach wie Du im tunnel zur bahnhofshalle verschwindest. meine hand wandert an meiner seite hoch, ich fühle den brennenden schmerz, Du bist da, bei mir, für immer!